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"Was wird aus Religion?" Chance der Bildung neuer Relevanz und Risiko des Bildungsverlusts

Staatliche und kirchliche Schulrät/inn/e/n Seminarrektor/inn/en und Schulaufsichtsbeamt/inn/en

LG Nr. 100-727 A
05.07.2021 - 09.07.2021
in Gars am Inn

28 Plätze

Leitung
Dr. Thomas Gandlau Ltd. SchAD i. K. / Dir. Dr. Anton Dimpflmaier / Stellv. Dir. Michaela Severin

In einer stark naturwissenschaftlich und weltanschaulich plural geprägten Welt wirken religiöse Überzeugungen eigenartig fremd, wie aus einer anderen Welt. Welche Bedeutung und Funktion kommt Religion angesichts von Traditionsabbruch, Individualisierung (Privatisierung), Pluralisierung und der Dominanz naturwissenschaftlicher Weltsicht noch zu? Wovon reden wir, wenn wir von Religion sprechen? Was wird aus Religion?
Grundgesetz und bayerische Verfassung haben eine religionsfreundliche Einstellung. Sie eröffnen Raum für Religions- und Glaubensfreiheit im positiven Sinn. Religiöse Bildung an Universitäten und Schulen, religiöse Einrichtungen und Aktivitäten in vielen Bereichen gesellschaftlichen Lebens sind sichtbare Zeichen dieser religionsfreundlichen Haltung.
Trotz alledem nimmt die Anzahl religiös ungebundener Menschen zu. Nicht wenige verstehen sich als "religiös unmusikalisch", indifferent, agnostisch oder atheistisch. Christlicher Glaube findet in seinen Aussagen und Ausdrucksformen nicht mehr so viel kognitiv-reflexive und affektiv-emotionale Resonanz wie in früheren Zeiten. Auch scheint das Interesse an einem umfassenden Sinn, nach Transzendenz, nach dem Geheimnis, das das gesamte Leben durchwirkt, für nicht wenige verloren gegangen zu sein. Wie werden sich diese Veränderungsprozesse auf Schulleben und Schulkultur und auch auf den Religionsunterricht auswirken? Welche Chancen werden für die Bildung neuer Relevanz von Religion und christlichem Glauben gesehen? Im Lehrgang stehen grundsätzliche Fragen religiöser Bildung im Vordergrund, die den Schulalltag, die Entwicklung der Schulkultur und nicht zuletzt den Religionsunterricht betreffen.

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ILF Gars Foto: Elisabeth Kühlechner