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Was macht wirksamen Religionsunterricht aus?

Religionslehrkräfte

LG Nr. 112-718
26.04.2027 - 28.04.2027
in Gars

22 Plätze

Leitung
Wiss. Referentin Martina Seemann
Systemische Beraterin StDin Astrid Warbinek

Lehrpersonen an beruflichen Schulen erleben zunehmend eine Schülerschaft mit herausforderndem Verhalten, geringer Konzentrationsspanne und eingeschränkter Selbstregulation. Dadurch fließt ein erheblicher Teil der Unterrichtszeit in pädagogische Interventionen.
Aus Sicht der Bildungsforschung liegt das Geheimnis wirksamen Unterrichts in seinen Tiefenstrukturen: kognitive Aktivierung, konstruktive Unterstützung und strukturierte Klassenführung. Sie bilden den Rahmen für Lernprozesse, in denen Schüler/innen aktiv und nachhaltig lernen können.
In diesem Rahmen rückt Selbstregulation in den Mittelpunkt kompetenzorientierten Lernens. Sie ermöglicht, dass Lernende innerhalb dieser Lernarrangements Lernprozesse eigenständig planen, steuern, reflektieren und weiterentwickeln. Dabei sind sie auf unterstützende Lernumgebungen angewiesen, die durch klare Strukturen, verlässliche Beziehungen und konstruktives Feedback Orientierung geben.
Selbstreguliertes Lernen muss dabei auch im Religionsunterricht gezielt angebahnt werden - z.B. durch den Aufbau metakognitiver, motivational-emotionaler und ressourcenbezogener Zugänge. Auch exekutive Funktionen wie z.B. Arbeitsgedächtnis oder kognitive Flexibilität unterstützen diese Prozesse. Der Lehrgang verbindet evidenzbasierte Perspektiven mit konkreten Umsetzungsschritten für den eigenen Unterricht. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Lernumgebungen so gestaltet werden können, dass sie Lernende an beruflichen Schulen zu selbstständigem, reflektiertem Lernen befähigen.


Besondere Hinweise
Literaturhinweis: Warbinek, A., & Reinhardt, M. (2020). Segel setzen: Leitgedanken zu Klassenführung und Selbstregulation. hep Verlag. www.segel-setzen-buch.de

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Klostergarten Gars Foto: Elisabeth Kühlechner