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Wer glaubt denn noch an Wunder?
- Zum Umgang mit Wundererzählungen im Religionsunterricht

Der Lehrgang wendet sich vorrangig an Religionslehrkräfte i.K. der Erzdiözese München und Freising.

LG Nr. 81-704
10.10.2011 - 14.10.2011
in Armstorf

25 Plätze

Leitung
Rin i.K. Maria Holzapfel-Knoll

Wer im Religionsunterricht Wundererzählungen thematisiert, kennt die zweifelnde Frage von Schülern: „Ist das damals wirklich passiert?“ Jugendliche lehnen Wundererzählungen als Widerspruch zu ihrem rationalen Realitätsverständnis häufig als „Kindergeschichten“, als unwahr und irrelevant ab. In der Grundschule sind sie sehr beliebt, bergen jedoch die Gefahr, dass Schüler sie als „mirakulöse Spektakel“ missverstehen.

Exegese und Didaktik der Wundergeschichten zeigen heute verschiedene Möglichkeiten auf, die über ein so verstandenes rationalistisches Wunderverständnis, das die Frage nach der Historizität in den Mittelpunkt stellt, hinausführen.

Wunder sind „Geschichten vom unerwartet guten Ausgang“, deren unverschämte Sprengkraft wir wieder ernst nehmen sollen (Thomas Meurer). Sie zeigen, wie sich die Welt verwandelt, wenn die Botschaft von Gottes Liebe und Vergebung Raum gewinnt.

Im Lehrgang werden in einem Überblick aktuelle bibeltheologische Erkenntnisse aus der Wunderforschung erläutert. An exemplarischen Erzählungen wird erarbeitet, wie Wundererzählungen interpretiert und didaktisch erschlossen werden können, damit Schüler die Hoffnungsdimension der Wunder für ihre eigene Lebenswirklichkeit entdecken.

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Steinboden im Kloster Gars Foto: Elisabeth Kühlechner